Schloss Mespelbrunn

Liebe Denkmalfreunde,
Naturliebhaber und Hochzeitler- bis zum 22.März bleiben Schloss und Park geschlossen!

Im vergangenen Winter wurde das Dach des Ostflügels neu gedeckt – in altdeutscher Deckung erwartet Sie nun ein wunderschönes, kostbares neues Schieferdach. Im Museum sind noch Bodenbretter ausgetauscht worden und ein großes Julius Echter Portrait pünktlich zur Saisoneröffnung vom Restaurator aus Würzburg zurück.

Ihr Besuch hilft uns, diese und andere Arbeiten zum Erhalt des Schlosses zu finanzieren, gleichzeitig geht unser Dank an die Unterfränkische Kulturstiftung, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Bayerische Landesamt für Denkmalschutz, die Bayerische Landesstiftung, den Landkreis Aschaffenburg, die Raiffeisenbank und natürlich unseren Förderverein für ihre Unterstützung.

Wir renovieren auch diesen Winter- der chinesische Salon wird am und um den Kamin herum saniert.

An alle Wanderer und Radler: Verlassen Sie nicht die Wege, respektieren Sie die Natur und legen Sie bitte die berüchtigten kleinen Beutel mit den Hinterlassenschaften Ihrer Vierbeiner nicht am Wegesrand ab. Unser Wald soll plastikfrei bleiben! Das gilt natürlich auch für Zigaretten, Glas und anderen Müll.

Noch ein Aufruf in Sache Klimaschutz: Im Spessart wird aktiv am Klimawald der Zukunft gearbeitet. Jeder, der sich an der Wiederaufforstung beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu melden.

Ihre gräfliche Familie und alle Schlossführer

Aktuelles

Bis zum 22. März 2024 ist das Schloss und der Park geschlossen. Die Toilettenanlage am Parkplatz ist im Winter geschlossen. Der Parkplatz ist auch im Winter kostenpflichtig-bitte beachten!

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Geschichte

1. Mai 1412

Als am 1. Mai 1412 Erzbischof Johann von Mainz dem Ritter Hamann Echter den „Platz zum Espelborn“ für seine treu geleisteten Dienste als kurfürstlicher Forstmeister schenkte, war der Spessart ein wilder und unerschlossener Wald. Hussiten nutzten ihn als Zwischenstation für ihre Plünderungszüge und versetzten Reisende und Bewohner in Angst und Schrecken. Ritter Hamann Echter´s gleichnamiger Sohn zog es deshalb um 1427 vor, aus dem unbefestigten Weiherhaus seines Vaters ein „festes Haus“ mit Mauern Türmen zu errichten.
Die folgenden Generationen nahmen schließlich die friedlicheren Zeiten zum Anlass, das abweisende Gemäuer einer Wasserburg in ein verträumtes Renaissanceschloss zu verwandeln.

Peter Echter von Mespelbrunn

Sein heutiges Aussehen verdankt das Schloss größtenteils Peter Echter von Mespelbrunn und seiner Gemahlin Gertraud von Adelsheim, die den Umbau über 18 Jahre bis 1569 durchführten. Über einem Seitenportal liest sich das Bekenntnis der beiden:

Ehelich Lieb in Gott uns stete Treu
Bringt Glück und Segen ohn alle Reu.
Mit Ernst und Fleiß haben wir Gott vertraut,
Den Unseren zu Gut dies Haus gebaut.

Die Familie brachte im Laufe der Zeit bedeutende Kinder hervor. Am bekanntesten dürfte Julius Echter gewesen sein, der als Fürstbischof in Würzburg und Herzog in Franken 1576 das Juliusspital und 1583 die Universität in Würzburg gründete, die mächtige Festung Marienberg erbaute und das Kirchenbild Frankens mit spitzen Türmen und giebelgeschmückten Renaissancebauten prägte.

Linie der Echters

Trotz des Kinderreichtums Peter Echters erlosch keine Hundert Jahre nach seinem Tod die männliche Linie der Echters, da der 30jährige Krieg wie bei so vielen Familien auch hier seine Opfer gefordert hatte.
Maria Ottilia, die letzte Echterin, heiratete 1648 Philipp Ludwig von Ingelheim aus dem Rheingau. Ihr Mann entstammte einem Freiherrengeschlecht, das später in den Grafenstand erhoben wurde. Die beiden durften Namen und Wappen mit kaiserlicher Erlaubnis zusammenfügen. Noch heute lautet der Name der Familie „Grafen von Ingelheim genannt Echter von und zu Mespelbrunn“. Sie bewohnt den Südflügel des Hauses, während der Nordflügel kurz nach Beendigung des zweiten Weltkriegs teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.